Das „Eisbergmodell der Kommunikation“ hilft, Konflikte achtsamer zu vermeiden und bestehende konstruktiver zu lösen

Originally published at: Das Eisbergmodell der Kommunikation: Konflikte vermeiden und lösen

Was haben die Titanic, ein Eisberg und die Kommunikation gemeinsam? Richtig, eine katastrophale Havarie, die besser hätte vermieden werden sollen. Dabei verdeutlicht das Eisbergmodell der Kommunikation ganz einfach, dass nur 20 % einer zwischenmenschlichen Kommunikation verbal und rational „sichtbar“ sind und ausgesprochen werden. 80 % hingegen passieren auf einer nonverbalen, vor- und unbewussten Beziehungsebene, die von Einstellungen, Erfahrungen, der momentanen Stimmungslage, Sympathien, Motiven etc. geprägt ist. Und wenn diese unsichtbare Beziehungsebene gestört ist, dann hat das auch unweigerlich konflikthafte Auswirkungen auf die verbale Sachebene.

  • Für die Alltagspraxis bedeutet das also: Eisberge immer ernst nehmen, die Fahrt drosseln und mit ausreichend Sicherheitsabstand umschiffen!
  • Was das Eisbergmodell der Kommunikation genau besagt und wie Sie eine „konstruktive Laserkanone“ verwenden können, um die Eisberge im Weg wirkungsvoll wegzuschmelzen, zeigen wir Ihnen hier in diesem Büro-Kaizen-Beitrag!

1. Das „Eisbergmodell“ gibt es in der Kommunikation, Psychologie, Pädagogik, BWL etc.

Es gibt nicht das „Eisbergmodell der Kommunikation“. Viele verschiedene Disziplinen verwenden das griffige Bild eines Eisbergs, um plakativ zu verdeutlichen, wenn nur ein Teil des Ganzen sichtbar ist, während sich ein weit größerer Teil davon unsichtbar unter der sichtbaren Oberfläche verbirgt. Es handelt sich somit nicht um eine wissenschaftliche Theorie, sondern um eine Metapher bzw. Analogie, die von vielen verschiedenen Theorien genutzt wird, um deren Aussage anschaulicher zu verdeutlichen.

  • Dementsprechend wird das Bild eines Eisbergs nicht nur in der Kommunikationstheorie für die zwischenmenschliche Kommunikation und Interaktion angewendet, sondern auch in der Psychologie (Persönlichkeitsmodell), der Soziologie (Konfliktursachenforschung), der Pädagogik (Lernpsychologie), der Betriebswirtschaftslehre (Projektmanagement, Organisationsentwicklung, Unternehmenskultur) und einigen mehr.
  • Das ist auch der Grund, warum es keine einheitliche Definition für ein „Eisbergmodell der Kommunikation“ gibt. Das Bildnis ist dennoch sehr hilfreich, um einige wesentliche Bestandteile und Komponenten unseres zwischenmenschlichen Kommunikationsverhaltens zu verdeutlichen, die uns helfen, produktiver, effizienter, erfolgreicher, konfliktärmer und auch freundlicher zu sein.

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