Originally published at: Mitarbeiterzufriedenheit messen und verbessern: Tipps & Maßnahmen
Je höher die Mitarbeiterzufriedenheit, desto höher ist deren Motivation und Leistungsbereitschaft und damit auch die Produktivität. Je zufriedener die Mitarbeiter sind, desto seltener verlassen sie zudem den Betrieb – das ist in Zeiten des Fachkräftemangels extrem wichtig. Die Mitarbeiterzufriedenheit auf ein hohes Niveau zu bringen und zu stabilisieren, liegt also im Interesse jedes Vorgesetzten.
- Aber wie misst man die Zufriedenheit der Beschäftigten konkret?
- Welche Faktoren sind wirklich relevant?
- Und mit welchen Maßnahmen kann man die Arbeitszufriedenheit sinnvoll, effektiv und nachhaltig steigern?
1. Definition: Was bedeutet „Mitarbeiterzufriedenheit“ überhaupt?
Definition: Unter dem Begriff „Mitarbeiterzufriedenheit“ wird die subjektive Bewertung und Einstellung eines Arbeitsnehmers gegenüber dessen Arbeitsumfeld verstanden.
- Das konkrete Ausmaß der Mitarbeiterzufriedenheit ergibt sich dann aus einem einfachen Ist-Soll-Vergleich. Nämlich der eigenen Erwartungen (Soll-Zustand) mit dem realen Arbeitsumfeld (Ist-Zustand).
- Je mehr die tatsächlichen Gegebenheiten (Ist-Zustand) den individuellen Vorstellungen entsprechen (Soll-Zustand), desto größer ist die Zufriedenheit des Mitarbeitenden.
- Je größer die Lücke zwischen persönlichem Anspruch und realer Situation, desto größer ist die Unzufriedenheit.
Weitere Unterteilung in Arbeitsplatzzufriedenheit vs. Berufszufriedenheit:
Die Zufriedenheit eines Mitarbeiters mit dessen Arbeitsumfeld lässt sich in drei Teilbereiche aufspalten: Der Zufriedenheit mit dem gesamten Unternehmen & der Unternehmenskultur, den Vorgesetzten & Kollegen sowie mit der eigenen Tätigkeit.
- Für die Praxis im Unternehmenseinsatz ergibt sich daraus die sinnvolle Differenzierung in „Arbeitsplatzzufriedenheit“ und „Berufszufriedenheit“.
- So können zum Beispiel Erzieher in einer KiTa für ihren Job förmlich brennen, aber an der Organisation ihres Arbeitsplatzes verzweifeln. Bei Journalisten ist das oft andersherum.
- Werden diese beiden Bereiche nicht sauber getrennt, werden die Zufriedenheitsäußerungen nicht zuordenbar und damit die darauf abgezielten Lösungsansätze ungenau.
- Denn während die Arbeitsplatzzufriedenheit vor allem mit organisatorischen Maßnahmen verbessert werden kann, benötigt eine Unzufriedenheit mit dem Beruf andere Strategien. Wie zum Beispiel Qualifizierungen, Fort- und Weiterbildungen oder der Wechsel des Aufgabenbereichs innerhalb des Betriebs.
| Mitarbeiterzufriedenheit = Arbeitsplatzzufriedenheit x Berufszufriedenheit… |