Originally published at: Die Teamrollen nach Belbin: Vorteile, Nachteile und Anwendung
Das Modell der Teamrollen nach Belbin erklärt, warum manche Teams zu Höchstleistung auffahren, während andere – auch hochkarätig besetzte „Dreamteams“ – oftmals hinter den Erwartungen zurückbleiben. Denn nach Belbin kommt es weniger auf die Einzelleistung der Teammitglieder an, sondern viel mehr, wie sich diese am besten sinnvoll ergänzen, um die individuellen Stärken und Schwächen auszugleichen. Das Ganze ist nun mal mehr als die Summe seiner Teile. Wie Sie nun mit den Teamrollen nach Belbin Ihr Team optimal aufstellen oder verbessern, um das gesamte Potenzial voll auszuschöpfen, erfahren Sie hier in diesem Büro-Kaizen-Beitrag!
1. Definition und Zusammenfassung: Die Teamrollen nach Belbin einfach erklärt
Meredith Belbin (*1926) hat an der englischen Eliteuniversität Cambridge Psychologie studiert. Anschließend arbeitete er als Wissenschaftler, Unternehmensberater und Gastprofessor am Henley Management College. Ein Kerngebiet seiner Forschungsarbeit war dabei das Management von Teams. Hier untersuchte er seit den 1960er Jahren mittels Beobachtungsstudien und Planspielen, wie höchst unterschiedlich die Performance von Teams ausfallen kann, je nachdem, mit welchen Charaktertypen (= Rollen) die Teams besetzt waren.
- Aus diesen Beobachtungen heraus entwickelte Belbin dann 1981 sein vielbeachtetes Modell der Teamrollen, das mittlerweile zum 1mal1 des Projektmanagements gehört.
- Das Modell zeigt auf, welche Faktoren den Erfolg oder das Scheitern eines Teams maßgeblich beeinflussen.
- Im englischen Original heißt seine Theorie „Belbin Team Inventory“, „Belbin Team Role Inventory“ (BTRI) oder auch „Belbin Self-Perception Inventory“ (BSPI).
Zusammenfassung: Das Modell der Teamrollen nach Belbin
Die akribisch vorbereiteten und gemessen Experimente Belbins lieferten zunächst einige paradoxe Ergebnisse. Denn einerseits blieben besonders hochkarätig besetzte Teams mit hochintelligenten Mitgliedern oftmals hinter den in sie gesetzten Erwartungen zurück. Diese konnten ihr Potenzial offenbar nicht voll ausschöpfen. Gleichzeitig überraschten jedoch manche „niederintellektuellen“ Teams mit durchschnittlich begabten Mitgliedern, die – anders als vorausgesagt…
