Originally published at: Konstruktive Kritik in der Arbeit: Vorteile, Regeln und Beispielsätze
Das Ziel einer konstruktiven Kritik ist immer die Verbesserung. Dabei ist es vollkommen unerheblich, ob wir Sender oder Empfänger sind oder ob es in unserem Arbeits-, Alltags- oder Familienleben stattfindet. Denn es gibt viele Situationen, bei denen eine nützlich formulierte Kritik rückblickend hilfreich gewesen wäre, um negative oder sogar auch verletzende Botschaften zu vermeiden. Wie oft werfen wir unseren Kollegen, Mitarbeitern, Vorgesetzten oder auch Partnern und Kindern Dinge vor, bei denen wir – wären sie an uns gerichtet – selbst schon fast Schnappatmung bekommen würden? Mit konstruktiver Kritik kann daraus ganz leicht eine Win-Win-Situation werden. Wie das geht, zeigen wir Ihnen hier in diesem Büro-Kaizen-Blogbeitrag!
1. Definition und Bedeutung: Was ist „konstruktive Kritik“?
Der Begriff setzt sich aus konstruktiv (= förderlich, positive Haltung) und Kritik (= Unterscheiden, Beurteilung, Beanstandung) zusammen. Aber was versteht man darunter genau? Bei einer konstruktiven Kritik vertritt man sehr wohl seine Ansichten und Standpunkte und zeigt positive, wie auch negative Eigenschaften auf. Allerdings stets respektvoll, wohlwollend und sachdienlich. Dabei werden zugleich auch Lösungsansätze vorgeschlagen. Eine positive Kritik wird also immer in einem Lob oder einer Anerkennung verpackt – im Unterschied zur negativen Kritik, die immer einen Tadel oder Vorwurf enthält. Kein Wunder, dass Ersteres gerne angenommen wird, während Letzteres schnell als „mentale Verletzung“ wahrgenommen wird!
- Geläufige Synonyme für „konstruktiv“ sind förderlich, aufbauend, brauchbar. Es geht also nicht darum, das Gegenüber fertig zu machen. Ganz im Gegenteil.
- Das Ziel ist aber nicht nur eine Verbesserung des Verhaltens oder der Leistung des Empfängers. Sondern auch, eine Eskalation der konflikthaften Situation zu vermeiden. Also, dass der Kollege oder die Kollegin die Bürotür zuschlägt, der Ehepartner drei Tage lang nicht mehr mit einem redet, die Freunde alleine Fußball kucken oder die Mutter keinen Schweinsbraten mehr am Sonntag macht.
- Ist ein Konflikt erst einmal derart eskaliert, fühlen…