Originally published at: Betriebsblindheit vermeiden: Drei Strategien gegen starre Routinen
Nichts ist so ärgerlich und gleichzeitig so leicht vermeidbar, wie Betriebsblindheit. Denn betriebsblinde Unternehmen verbrennen förmlich ihr Geld und ihre Mitarbeiter. Dabei würde ein einfaches Umdenken bereits genügen. Wie man betriebsblind wird, was das bedeutet und mit welchen drei einfach umsetzbaren Strategien Sie Betriebsblindheit in Ihrem Unternehmen künftig wirkungsvoll verhindern können, erfahren Sie in diesem Beitrag.
1. Was ist Berufsblindheit? Definition, Bedeutung und Synonyme
Der Begriff „Betriebsblindheit“ wird nicht nur umgangssprachlich verwendet, sondern ist auch ein feststehender Fachbegriff aus der Psychologie und der Betriebswirtschaftslehre. Darunter wird das verbreitete Phänomen verstanden, wenn Abläufe und Arbeitsweisen aufgrund der Routine und Gewohnheiten der beteiligten Personen nicht mehr kritisch hinterfragt und neu beurteilt werden. Stattdessen wird (unreflektiert und unkritisch) an den eingefahrenen Verhaltensweisen und Prozessen festgehalten, obwohl sich inzwischen beispielsweise die Umstände und Voraussetzungen geändert haben und die Abläufe mittlerweile deutlich einfacher, effizienter oder kostengünstiger durchführbar wären.
→ Synonyme: Gängige Synonyme für Betriebsblindheit sind Inseldenken, Bereichsdenken, Silodenken, Fachidiotentum, Uninformiertheit, Ignoranz, Unwissenheit, Ahnungslosigkeit, Brett vorm Kopf, den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen und Realitätsverlust.
→ Gegenteil: Das Gegenteil von Betriebsblindheit ist innovativ, progressiv, fortschrittsorientiert, interdisziplinär, neugierig, reflexiv und kritisch.
→ Übersetzung: Auf Englisch „trained incapacity“, „organisational blindness“; auf Französisch „déformation professionnelle“.
Um Betriebsblindheit zu vermeiden, sollten Prozesse und Abläufe regelmäßig hinterfragt werden.2. Wie wird man überhaupt betriebsblind? Und was sind die Anzeichen?
In jeder Organisation gibt es die grundsätzlichen Tendenzen zur Betriebsblindheit. Denn Routinen sind zwar extrem wichtig und im ersten Moment auch äußerst hilfreich. Sind die Routinen jedoch zu starr, können sie auf Dauer schnell betriebsblind machen. Und das können Führungskräfte dann besonders deutlich daran erkennen, wenn die Abläufe und Prozesse im Unternehmen zu stocken anfangen und alles etwas länger dauert, die Umsätze zurückgehen, die Qualität nachlässt, die Innovationskraft sinkt, die Konkurrenz einen immer…
