Originally published at: Disziplin lernen: Die besten Tipps für mehr Selbstdisziplin im Beruf
„Disziplin lernen“ hat nichts mit Langweiligkeit, Verbissenheit, Spaßbremse oder Unfreiheit zu tun. Denn Disziplin zu erlernen, bedeutet vor allem, die persönlichen Ziele besser erreichen zu können – und das schafft ein gutes Gefühl! Das reicht vom Abnehmen und Diäterfolgen durch eine disziplinierte Ernährung, über eine bessere Gesundheit durch mehr Sport, bis zum Meistern beruflicher Herausforderungen, mit einem Karrieresprung als Belohnung. Kein Wunder, dass disziplinierte Menschen laut jüngsten psychologischen Tests oft die zufriedeneren Menschen sind. Sofern sie nicht maßlos überziehen und andere damit in den Wahnsinn treiben. Was es mit dem Disziplin lernen auf sich hat, und warum es manchmal so schwierig ist, erfahren Sie hier in diesem Büro-Kaizen-Blogbeitrag – inklusive vielen nützlichen Methoden, Modellen und weiterführenden Anleitungen.
1. Definition und Etymologie: Was bedeutet eigentlich „Disziplin lernen“?
Der Begriff „Disziplin“ stammt von dem lateinischen Wort „disciplina“ ab und hat dort höchst unterschiedliche Bedeutungen. Die vielseitigen Bedeutungsebenen haben sich auch bei dem modernen Begriff „Disziplin“ erhalten. Das erklärt in Teilen, warum der Begriff schnell falsch verstanden wird und dann manchmal einen schalen Beigeschmack bekommt. Daher hier zunächst die unterschiedlichen Bedeutungen im alten Rom und unserer heutigen Zeit im Überblick.
Bedeutung von „disciplina“ im Lateinischen:
- Bildung, Kenntnis, Fertigkeit, Kunst
- Wissenschaft, wissenschaftliches Fach
- Schule, Philosophenschule, Methode, System
- strenge Erziehung
- militärischer Gehorsam
- Sitte, Gewohnheit, Einrichtung
- Staatsverfassung, Staatsordnung
Bedeutung von „Disziplin“ im Deutschen:
- Einzelwissenschaft und Wissenschaftszweig (als Teilbereich einer Wissenschaft = Wissenschaftsdisziplin)
- Sportart (eine Unterabteilung bzw. Wettkampfklasse im Sport = Sportdisziplin)
- Selbstbeherrschung, Selbstregulierung und Willenskraft (das Beherrschen des eigenen Willens und der eigenen kurzfristigen Triebe, um etwas langfristig Wertvolleres zu erreichen = Selbstdisziplin)
- Regelkonformität & Ordnung (korrektes Einhalten von Vorschriften, Regeln und Verhaltensregeln)
- Gehorsam (Ausführen von Befehlen, Zucht, Drill, Schliff → Disziplinierung als Bestrafung)
Tipp: Um Missverständnissen und Verwechslungen vorzubeugen, empfiehlt es sich daher, immer den jeweiligen Kontext mitzunennen. Also statt einfach…